Unterwegs im Traummobil
Erinnerungen schaffen!


Winterurlaub 2021/2022           Der Atlantik ruft!


10.12.21 Freitag


Wir liegen ab 3.30 Uhr wach….Jochen steht um 4.00 Uhr auf, ich um 4.45 Uhr.
Um 7.45 Uhr muss ich beim Oralchirurgen sein für das Vorgespräch zur bevorstehenden Zahnextraktion. Hoffentlich passt das mit dem geplanten Urlaub alles….
Wir legen jedenfalls los, das Womo ist fast fertig gepackt, die letzten Reste aus dem Kühlschrank werden eingeräumt und zuhause der Staubsauger geschwungen…
Pünktlich bin ich beim Termin und der nette Zahnmensch gibt mir grünes  Licht und eine Großpackung Antibiotikum 🤣
Im neuen Jahr muss der Übeltäter aber raus….der Termin steht.
Jetzt können wir aber die wirklich letzten Sachen ins Womo räumen und es geht endlich los.
Um 10.00 Uhr starten wir. Es wird noch Gas und Diesel ( 1,609 😱😱) getankt und dann schrubben wir Kilometer auf der Autobahn. Es geht Richtung Atlantikküste in Frankreich.
In der Eifel haben wir Schnee, der uns bis kurz vor Thionville begleitet. 
In Wasserbillig machen wir den Tank nochmal für 1,338 EUR/l voll…

Auch die erste Durchfahrt an der Mautstelle mit der Mautbox klappt einwandfrei!
Das Wetter ist wirklich ekelig und es wird zunehmend böig. 

Fahrt


Wir wollen in Dieue-sur-Meuse übernachten, dort gibt es einen Stellplatz direkt am Kanal. Von den Kilometern passt das auch, wie haben genug. Um 15.00 Uhr treffen wir ein und machen es uns gemütlich. Es regnet und der kleine Manni und ich drehen nur eine kurze Runde….
Dann wird ein bisschen weihnachtlich dekoriert und wir lümmeln rum.
Abends drehen wir noch gemeinsam eine Runde mit dem Matzi. Ganz nett ist es hier.
Zu Essen gibt es was aus dem Omnia und um 20.15 Uhr liegen wir in den Federn und probieren Zattoo über das IPad aus. Wir haben uns einen iPad-Halter gekauft und den im Alkoven montiert, so können wir über Zattoo mal gelegentlich TV im Bett gucken.
Funktioniert auch alles prima, aber wir haben Mühe, der „Chefin“ bei der Aufklärung des Falls zu folgen.*gähn* Daher ist danach auch Schluss.



11.12. Samstag


Sehr ruhig ist hier, wir sind aber trotzdem früh wach. Jochen bewegt den Hund, ich mache Kaffee, den wir dann in aller Ruhe trinken. Der Bäcker ist in nur 3 Minuten zu Fuß zu erreichen und ich erstehe Baguettes und Pain au chocolat  sowie ein Croissant. Das erste Baguettefrühstück 👍👍

Baguettes :-))


Um 9.00 Uhr rollen wir dann aber, noch schnell am Supermarkt für 1,539 Eur ein paar Liter getankt und dann sind wir auf der Bahn. 538 km bis zum nächsten Etappenziel…..mal sehen, ob wir so lange fahren wollen.. das Wetter ist jedenfalls super ab Reims!

Die Fahrt durch Paris ist anstrengend, aber Jochen manövriert uns souverän durch das Verkehrsgewimmel, ansonsten läuft es….
An der Autobahn sehe ich so komische Baracken und ich überlege noch, welche Kinder sich da wohl Buden hingebaut haben..so dicht an der Straße. Und dann sehe ich dort plötzlich erwachsene Personen in diesen Buden und im Dreck und Müll wühlen. Anscheinend müssen ganz arme Menschen da leben..,nur in solchen Verschlägen ohne Strom oder fließendes Wasser. Schrecklich!!
Um 15.40 Uhr fahren wir von der Autobahn ab und tanken direkt beim Intermarche für 1,499 EUR/l! Unterwegs an der Autobahn wurden für den Liter Diesel bis zu 1,809 EUR aufgerufen. Wahnsinn.
Der ausgesuchte Übernachtungsplatz in La-Celle-Saint-Avant ist nur noch 10 km entfernt und wir sind um kurz vor 16.00 dort. Bezahlung erfolgt über ein Terminal, wir bezahlen 9,00 Eur, weil ich irgendwie versehentlich Strom gewählt hab, der mit 4,00 Euro berechnet wird. Dafür stehen wir aber schön und ruhig. Wir wollen noch eine Runde mit dem Matzi um den Teich drehen. Auf dem Weg dorthin ist ein Mann mit Hund vor uns, der Hund ( großer Hovawart) erspäht Matze und läuft sofort auf ihn zu. Matze mag solche Überfälle gar nicht und der große Blonde kommt auch sehr dicht. Kaum das wir reagieren können, stürzt der Hovawart sich auf Matze und Jochen und ich haben alle Hände voll zu tun, den Angriff abzuwehren. Jochen nimmt Matze ganz kurz, ich versuche den Weg zu verstellen, wir brüllen wie verrückt, Jochen tritt zwei mal nach dem Angreifer, aber der Blonde lässt nicht ab und versucht immer wieder Matze zu beißen. Ein einziges Tohuwabohu bis der Besitzer endlich kommt und den Hund anleint. Er entschuldigt sich und verschwindet mit dem Hund im Auto. Wir sammeln uns erstmal und gehen dann noch ein Ründchen um den Teich. Matze ist weiß von Sabber, so hat der arme Kerl sich aufgeregt. Wir sabbern nicht, sind aber auch ein bisschen geschockt. Da tut das Laufen dann doch gut.
Sonst passiert nicht mehr viel. Es werden noch ein paar Würstchen gegrillt und wir versuchen uns an „Wilsberg“. Wir scheitern kläglich und liegen gegen 21.00 im Bett🙈


12.12.21 Sonntag


Heute hat Jochen Geburtstag, er wird 48. Gefeiert wird aber erst später am Strand…hihihihihi.
Wir duschen, frühstücken und sind um 9.00 Uhr nach Ver- und Entsorgung unterwegs. Ziel für heute: Capbreton 500 km entfernt. Die Fahrt verläuft ruhig und wir treffen um 15.15 Uhr in Capbreton ein. Wir tanken für 1,509 EUR/l und waschen an der Waschanlage bei der Tankstelle mal den groben Schmutz von Womo. Dann führt uns unser Navi durch den Ort zum Stellplatz. Uns gefällt er nicht. Der Platz ist ziemlich voll, hat Parkplatzflair und ist direkt am Ortsrand. Allerdings auch direkt hinter den Dünen. Wir entscheiden, noch Ondres anzusehen. Es sind nur 10 km und nach ein paar Minuten sind wir auch schon da.
Ja, hier bleiben wir! Ein recht neuer Platz, schön angelegt, mit Pinien drumherum. Fußweg zum Strand 3 Minuten. Der Platz kostet zu dieser Jahreszeit 13,32 inclusive Strom, Wasser, Müll.
Wir suchen uns ein Plätzchen und parken ein. Sofort wird der Hund parat gemacht und es geht an den Strand. Ein Traum! Die Sonne scheint, der Altantik tobt. Fast muss ich heulen, so sehr beeindruckt mich das alles. So ergriffen bin ich. Ich liebe dieses Meer.
Da es Sonntag Nachmittag ist, ist verhältnismäßig viel los. Eine Strandbar hat geöffnet und die Menschen genießen das Ambiente. Wir laufen ein wenig am Strand entlang und Matzi kann sogar ohne Leine laufen, da es nach der Bar am Strand auch ruhiger wird.
Nach dem Spaziergang holen wir die Stühle raus und können ein wenig draußen sitzen. Es wir hier erst gegen 18.00 Uhr dunkel. Sehr schön.
Es wird noch gegrillt und Tatort geschaut. Das war es aber dann auch….

Ondres Plage



13.12. 21 Montag


Die Sonne lacht vom Himmel und wir freuen uns auf einen erholsamen Tag.
Wir frühstücken und lümmeln ein wenig in der Rundsitzgruppe. Gegen 11.00 Uhr schnappen wir uns den kleinen Turnbeutel und gehen zum Strand. Was für ein Traum….
Wir gehen am Strand entlang und Matzi hat in kürzester Zeit zwei Bälle für seine Sammlung gefunden 🤣
Es ist wirklich wunderbar…kein Mensch unterwegs.
Nach 1,5 Stunden sind wir wieder am Wohnmobil und packen sofort die Stühle aus. Der kleine Manni will auch draussen liegen und so machen wir es uns alle gemütlich und sitzen in der Sonne.

  • Glücklicher Manni
  • Traumstrand
  • Manni
  • Manni mit Ball
  • Stellplatz


Später am Nachmittag machen wir unsere neuen E-Scooter startklar und fahren kurz in den Ort, um mal zu schauen, was es da so gibt.
Die Bäckerein machen alle erst um 15.30 Uhr wieder auf, die 10 Minuten wollen wir aber nicht warten ( dumm) und so marschiere ich in einen winzigen Supermarkt und hole uns Baguette für morgen früh. Es wandert noch Schnellkaffee ( Lieblingsmarke ), eine Entenbrust und einmal Cordon bleue in den Wagen. Danach fahren wir wieder zum Womo. Sehr praktisch, die Roller!
Am Abend macht uns der Manni Sorgen. Er hat Bauchweh und will ständig raus.
Daher gibt es für ihn heute kein Futter und kein Wasser. Der arme Kerl….
Wir liegen alle wieder gegen 21.00 Uhr im Solver.



14.12. Dienstag


Wieder ein sonniger Tag! Dem Manni geht es besser und wir freuen uns auf einen schönen Tag!
Das Frühstück mit dem alten Baguette von gestern ist eher mittelmäßig…wir hätten doch besser gewartet. Egal, das wird jetzt gegessen und gut.
Wir machen es wie gestern und gehen gegen Mittag an den Strand. Wieder findet der Manni zwei Bällchen. Wieder ist kaum jemand unterwegs, es ist sooo toll!

Spielchen
Brandung
Spielmops


Wir sitzen wieder draußen. Gegen 16.30 Uhr kommt innerhalb von Sekunden der Nebel und..bleibt!

Nebel


15.12. Mittwoch


Es ist noch immer nebelig, aber angeblich reißt es mittags auf. Abwarten….
Um 8.20 starten wir die Roller und holen frisches Baguette. Es sind ca. 5 km bis zum nächsten Bäcker, das läuft man nicht mal so morgens….
Das Baguette schmeckt wunderbar! Wir lümmeln wieder ein wenig und warten auf die Sonne.
Die will aber heute wohl nicht so richtig und als sich mittags noch nichts getan hat, beschließen wir, nach Biarritz zu fahren, wo wir eigentlich erst morgen hin wollten.
Wir packen alles zusammen, ver- und entsorgen und sind kurz drauf in Biarritz.
Nach einer kleinen Verfransung finden wir auch den Platz und parken ein. Stadtnah liegt er und auch in Strandnähe, aber wir fühlen uns überhaupt nicht wohl. Wir gehen mit Matze an den Plage Milady und machen ein paar Fotos von den wellenumtobten Felsen. Gassi geht einigermaßen…aber wir wollen nicht bleiben. Wir haben Urlaub und wollen uns wohlfühlen. Das ist hier nicht der Fall. Schwups fahren wir wieder zurück, denn die Überlegungen nach Spanien zu fahren und Donastia san Sebastián und Bilbao anzusehen haben sich hiermit erledigt. Drei Städte hintereinander ohne „Erholungsplatz“ ist nichts für uns und die Plätze in Spaniens Norden sind nicht schön den Bildern nach und bei park4night finden sich in den Beschreibungen der einfachen Parkplätze oft Hinweise auf Einbrüche. Nein, so dringend müssen wir nicht nach Spanien.


So, aber wohin jetzt? Wieder zurück nach Ondres? Nein, da waren wir ja jetzt drei Tage. Also fahren wir Capbreton an. Der Platz ist recht gut gefüllt, aber wir bekommen einen schönen Randplatz und richten uns ein. Es geht noch mit dem Hund an den Strand. Die Gassimöglichkeiten sind hier recht eingeschränkt. Ist aber nicht schlimm, wir wollen ja morgen weiter.
Abends werden die 8,00 Eur kassiert und ich mache uns einen Döppekoochen ( Dippelappes, Schales….) im Omnia. Ich habe fertigen Reibekuchenteig mitgenommen, da kommt eine Zwiebel, ein Ei und etwas Pfeffer dazu. Dann schneide ich zwei Mettwürstchen in Scheiben und lege eine auf den Boden des Omnia, Hälfte vom Teig drauf, wieder ein Würstchen, Rest Teig und ein bisschen Käse, der weg muss, obendrauf. Nach einer guten halben Stunde ist das Werk fertig und schmeckt wunderbar.
Wir schauen im TV noch einen spannenden und unheimlichen Film bevor um 21.50 im Alkoven verschwinden.
Morgen geht es nach Soulac-sur-mer.

Capbreton


16.12. Donnerstag

Soulac-sur-mer


Wieder, oder besser immer noch, ist der Nebel da, wir halten uns nicht lange auf, ver- und entsorgen nach dem Frühstück und fahren noch zum Intermarche. Dort kaufe ich ein bisschen ein, gerne hätte ich Jochen frischen Lachs und für mich mal ein Doradefilet gekauft, aber es erscheint leider  niemand zum Bedienen an der Frischetheke. Nach 5 Minuten geb ich auf und packe für Männe abgepackten Lachs ein.
Jochen hat noch den Tank vollgemacht und um 10.15 starten wir dann unsere Nebelfahrt.
Wir treffen am frühen Nachmittag in Soulac-sur-mer ein.
Es ist nur ein Wohnmobil dort, was sich aber gerade zur Abfahrt bereit macht.
Die nette Luxemburgerin plaudert noch ein paar Worte mit uns und erklärt kurz die Schrankenanlage, dann fahren wir ein und die beiden raus.
Unglaublich. Niemand ist auf diesem Traumplatz……
Wir suchen den für uns schönsten Platz und parken ein.
Blick auf Dünen und Brandung. Toll! Hier lässt es sich aushalten.
Wir sitzen noch ein wenig draußen, gehen mit dem Hund an den Strand….




Freitag, 17.12.


Das Wetter ist fabelhaft. Nach dem Gassigang und dem Frühstück machen wir die Roller parat. Wir wollen mal in den nächsten Ort Le-Verdon-sur-mer fahren und uns dort einen Stellplatz ansehen. 

Es sind eigentlich nur 11 km, aber irgendwie haben wir mal wieder eine Umleitung und so werden es durch unsere Verirrungen zwei oder drei Kilometer mehr, aber wir schaffen es nach einer schönen Tour durch die Pinienwälder und am Meer entlang in Le Verdon den Platz zu besichtigen.
Wunderbar steht man dort mit Blick auf den Hafen und auf die Girondemündung, auch auf Royan kann man schauen. Ein toller Platz!
Wir düsen noch beim Leuchtturm vorbei und dann geht es wieder zum Womo.
Eine schöne Tour! Den Rest des Tages verbringen wir wie immer…Hund, sitzen, grillen, genießen….wir sind gaaaaanz alleine hier! Ein Traum….

Sonnenuntergang Soulac
Sonnenuntergang Soulac
Rollerausflug
Rollerausflug
Stellplatz
Stellplatz
Rollertour
Rollertour
Stellplatz Le Verdon sur mer
Stellplatz Le Verdon sur mer
Spass
Spass
Helfer
Helfer
Liebe
Liebe
Strandgut
Strandgut
Leuchtturm
Leuchtturm



Samstag, 18.12.


Morgens fahren wir gemeinsam zum Bäcker und kaufen frisches Baguette und nachmittags noch in den Supermarkt. Dort kaufe ich Lachs für Jochen und (fertige) Calamaris für mich.
Ansonsten wir der Tag gemütlich, wir gehen mit dem Hund und sitzen draußen. Abends werden die gekauften Speisen zubereitet.

Lecker Essen

Sonntag, 19.12.


Wir kaufen Baguette, frühstücken und machen dann wieder eine kleine Tour mit den Rollern nochmal nach Le verdon. Der Platz dort ist leer und uns gefällt es. Daher beschließen wir, morgen hierher zu wechseln.


Montag, 20.12.


Wir fahren direkt nach dem Frühstück mit dem Womo zum Supermarkt, wo ich endlich mal frischen Fisch bekommen kann. Für Jochen gibt es 2 x Doradenfilet und für mich ein Stück Kabeljau. Wasser und Crémant wandern in den Wagen und ich kaufe sicherheitshalber ein paar Aufbackwaren. Frische Tomaten, Zwiebeln, Gurke, Reis…..jetzt haben wir wieder für eine Weile genug zu essen 😉
Jochen hat getankt und dann fahren wir flugs die 10 km bis zum nächsten Stellplatz.
Wir sind wirklich alleine….
Wir richten uns ein und gehen dann mit dem Hund an den Strand. Im Uferbereich sind Hinweisschilder angebracht, hier haben sich Bienenfresser neu angesiedelt bzw. sind wieder zurück gekommen. Ihre Nester bzw Bruthöhlen bauen sie in die Uferböschung. Momentan sind sie aber weiterzogen und kehren erst im Frühjahr wieder.
Wir ruhen uns ein bisschen aus nach dem Gassigang, bevor wir Matzi wieder auf eine Erkundungstour schleppen. Wir gehen zum Fährhafen und schauen uns ein wenig um. Im Sommer ist hier bestimmt viel los.
Abends gibt es den leckeren frischen Fisch mit Tomaten-Zwiebel-Reis.

  • Hinweis Bienenfresser
  • Stellplatz am Hafen
  • Aussicht
  • Bruthöhlen
  • Manni mit Weihnachtmann
  • Hafen
  • Fähre


Dienstag, 21.12.


Wir rollern zum Baguette kaufen und wollen nachmittags mit dem Matze den Ort ein wenig erkunden, aber es gibt keinen schönen Weg und über die Strasse bzw daran entlang wollen wir nicht. So drehen wir nur eine kleine Runde im Hafengebiet und setzen uns dann entspannt in die Sonne und trinken ein Gläschen Crémant. Wir sind immer noch alleine….unglaublich.

Mittwoch, 22.12.


Uns gefällt es hier sehr gut, daher verlängern wir um weitere 48 Stunden. Bis auf eine große Hunderunde und ein wenig draußen sitzen, passiert nichts.



Donnerstag, 23.12.


Für heute steht auch nicht soviel auf dem Programm. Wir holen Baguette und fahren nachmittags in den örtlichen kleinen Supermarkt. Die Auswahl ist aber sehr, sehr beschränkt bzw die Qualität von Obst und Gemüse nicht gut. Ich kaufe nur zwei Elefantenherztomaten. Der Rest ist mir zu gammelig. Auf eine schrumpelige Gurke und angedatsche Paprika habe ich wenig Appetit….aber ich finde für Jochen eine große Packung mit Hackfleisch gefüllten Tomaten. Die hatte er schonmal vor Jahren gegrillt und dabei fast den Grill gehimmelt, weil die Teile so schwer waren. Wir erinnern uns heut noch gern mit unseren Freunden an dieses Tomatenmassaker 🤣


Freitag, 24.12.


Heute geht es weiter…..wir halten uns ran und holen auch kein Baguette. Es wird aufgebacken.
Dann sehen wir zu, dass wir fertig werden. Gerne wollen wir die Fähre um 9.45 erreichen. Leider ist aber hier noch kein kompletter Feiertag und so fährt sie im Normalfahrplan um 9.15……..
Dann warten wir eben zwei Stündchen und fahren um 11.30 Uhr nach Royan. Fährpremiere! Bin gespannt.
Um 11.00 Uhr fahren wir die paar km zur Fähre und können auch fast direkt einchecken. Die Überfahrt kostet 39, batsch Euro. Es wird kurz aufregend, als wir in den Bauch des Schiffes fahren…passt auch alles? Setzen wir nicht auf? Nein, alles prima! 

Der Turnbeutel am Steuer

Wir verlassen das Womo und gehen an Deck um die Aussicht zu genießen. Während der Fahrt schaukelt es ganz schön…von oben können wir auf das Wohnmobil schauen und sehen, wie der kleine Matzemann ganz aufgeregt auf dem Fahrersitz sitzt. Jochen geht runter und schaut mal nach. Dabei himmelt er irgendwie seine Brille, die er in der Jackentasche hatte.
Matze hat sich wohl gewundert, dass das Schiff bzw er fährt und von uns keiner im Auto sitzt 🤣 er konnte nämlich das Meer und die Bewegungen der Fähre sehen.
Bis auf die Brille überstehen die Überfahrt aber alle unbeschadet 😉 und wir quälen uns durch das schöne Royan. Port des Barques ist unser Ziel. Dort gibt es drei Plätze im Ort, zwei davon direkt mit Blick aufs Wasser. Wir sehen uns alle an und entscheiden uns natürlich für den schönsten 😉
Leider ist der Platz eigentlich nur ein Parkstreifen. Man darf hier offiziell stehen,aber die Straße führt direkt am Womo vorbei. Gefühlt mit nur 2,5 cm Abstand. Wir gehen mit dem Matzi nochmal ins Örtchen und schauen den Platz dort noch einmal an…nein, alles richtig gemacht. Es ist Ebbe und man könnte per pedes zur Ile Madame gehen, was auch einige Leute machen. Wir gehen aber zurück zum Womo und genießen die Aussicht auf das Meer und die Fischerhäuschen. Toll!
Unser Heiligabend verläuft ruhig. .wir grillen, ich telefoniere kurz mit der daheimgebliebenen Sippschaft und liege später mit Sissi im Alkoven.

  • Stellplatz Port des Barques
  • Aussicht
  • Aussicht
  • ile
  • Nachtansicht
  • Sissi
  • Sissi2



Samstag, 25.12.


Die Nacht war unruhig. Zweimal fuhr ein „Tütser“ laut hupend vorbei, der sich anscheinend einen Spaß daraus macht, die Wohnmobilbesatzungen des nächtens zu stören. Schade eigentlich.
Naja, wir wollten heute sowieso weiter und so machen wir es auch.
Wir haben uns einen Platz an einem kleinen Austernhafen bei Bouin ausgesucht, dort angekommen müssen wir leider feststellen, dass der Platz gesperrt ist. Schade, denn sonst wäre das wieder eine besondere Aus/Ansicht gewesen. So geht es dann wieder weiter nach Préfailles. Der Platz liegt direkt am Meer, gefällt uns aber trotzdem nicht. So landen wir letztendlich auf dem uns schon bekannten Platz in Piriac-sur-mer ( Brambell). Hier stehen wir gaaaaanz alleine und haben top Sicht auf das Meer und die Küste. Traumhaft.
Mittlerweile ist es schon  fast halb vier und wir machen erstmal ein Päuschen bevor wir gegen 17.15 mit dem Manni eine Runde an der Küste drehen. Die Landschaft ist wunderschön, da macht das etwas durchwachsene Wetter gar nichts. Wir genießen alles, auch Wind und Wetter.



Sonntag, 26.12.


Heute ist ein Regentag.  Mittags gehen wir in eine kurze Runde mit dem Hund und danach werden die Roller ausgepackt und wir erkunden Piriac. Beim Bäcker kaufe ich zwei Baguette, die ich einfriere. So haben wir morgens frisches Baguette. Der eigentlich geplante Besuch im Fischladen fällt aus. Morgens hat es in Strömen geregnet und jetzt hat der geschlossen.
Das war es soweit für heut.. wir gehen mit dem Hund, grillen….gucken


Montag, 27.12.


Das Wetter ist typisch bretonisch, also wechselhaft. Mittags kommt aber kurz die Sonne raus und wir nutzen das für unseren großen Spaziergang mit dem kleinen Turnbeutel.
So haben wir uns das vorgestellt.
Nachmittags fahren wir nochmal mit dem Roller in den Ort, kaum sind wir da, fängt es wieder an zu regnen. Und das bleibt den Rest des Tages so. Zum Glück habe ich die selbstgemachte Bolognesesoße aufgetaut, da gibt es heute einen Bologneseauflauf aus dem Onmia, damit der Käse aus Deutschland auch mal endlich fort kommt 😉
Wir beschließen abends die morgige Weiterfahrt. Auf jeden Fall möchte ich in die Terre de sel zum Salzeinkauf und in einen richtigen Supermarkt müsste ich noch. Ein Platz in der Nähe von Guérande haben wir ausgewählt, da können wir mit dem Rollern mal nach Guérande fahren und die Stadt besichtigen.



Dienstag, 28.12.


Wir tummeln uns und fahren sofort nach dem Frühstück und der Ver - und Entsorge los. Weit ist es nicht bis zur Terre de sel. 

Dort lasse ich 63 Euro und wir fahren weiter zum Supermarkt.
Die Einkaufsliste ist etwas länger und bis man dann mal alles zusammengesammelt hat……fast 1,5 Stunden bin ich in dem Laden, bekomme aber bei der sehr netten Fisch-Fachverkäuferin ein Kabeljau für mich und für Jochen eine ganze Dorade. Die nette Verkäuferin fragt, ob es ein großer oder ein kleiner Fisch sein soll. Ich antworte: ein großer, er ist für meinen Mann!“ sie belacht sich und fragt, ob der Kopf abgeschnitten werden soll. Ich verneine, hätte den Fisch aber gern ausgenommen und schlitze mir quasi mit dem Finger den Bauch auf, da meine Französischkenntnisse für eine gesprochene Antwort leider nicht ausreichen. Wir lachen beide und sie nimmt mir die Dorade aus. Vielen Dank! Ach, ich liebe die Franzosen.
Schwer bepackt und schweißgebadet komme ich am Wohnmobil an, das Männe während meines Einkaufs an der Waschstation kurz auf Vordermann gebracht hat. Wir verräumen alles und fahren, genau wie auf dem Hinweg, durch die Salzfelder zum gewählten Stellplatz.
Der uns überhaupt nicht gefällt….es regnet auch schon wieder und da würden wir sowieso nicht mit dem Roller nach Guérande fahren drum geht es weiter zum nächsten Stellplatz in Penestin.
Der liegt auch am Meer und hat ein wenig Meerblick. Sonst aber nix…keine Ver und Entsoreg, kein Strom..nix.
Deswegen ist wohl hier auch niemand und wir stehen wieder allein, uns gefällt es.
Der Hund wird parat gemacht und wir gehen den Küstenwanderweg. Der Matzi ist völlig aus dem Häuschen. Wind, Nieselregen und Temperaturen um die 12 Grad sind genau sein Fall. Er schnüffelt an jedem Busch und turnt munter vorneweg. Es ist aber auch herrlich hier!
Abends gibt es wieder Tomaten-Reis und Dorade für Jochen und den Kabeljau für mich. Lecker!


Mittwoch, 29.12.


Die Nacht war wunderbar ruhig, das Wetter ist leider diesig. Deswegen fahren wir auch heute schon weiter. Denn wir haben einen Silvester-Plan 😎
Wir hoffen auf windstilles Wetter und wollen dann Silvester an der Pointe du Raz verbringen ❤️
Hoffentlich wird das was!
Da fahren wir heute in paar Kilometer Richtung Norden……
Wir fahren wie vor 12 Jahren die D152 entlang und klappern alle Stellplätze dort ab.
Wir parken auf einem strassennahen Platz ein, der einen schönen Blick aufs Wasser hat. 

Der Platz  ist jedoch nicht so dolle und nach einem kurzen Gassigang und  einigem Hin und Her fahren wir noch mal 6 km und parken auf dem selben Stellplatz wie vor 12 Jahren 😁.


Ein bisschen was hat sich getan, ein Hotel wurde gebaut und der Stellplatz etwas eingeteilt.

Den Rest des Tages verbringen wir mit Hundegassi, von dem wir quatschnass zurückkehren 🤣 und ein bisschen lümmeln, es wird gegrillt.




Donnerstag, 30.12.


Heute fahren wir nach unserem Frühstück mit schöner Aussicht ( das Wetter ist besser) zur Pointe du Raz. Die Wettervorhersage passt und wir wollen gerne dort Silvester feiern.
Die Fahrt dauert nicht lange, wir v*e noch in Plogoff und fahren dann zum Pointe.
Es stehen schon etliche Wohnmobile und jede Menge Autos auf dem Parkplatz, wir suchen uns ein Plätzchen mit Meerblick und schauen eine Weile aufs Meer. Dann schnappen wir uns aber den kleinen Spaßvogel und laufen Richtung Leuchtturm.
Die Landschaft hier ist traumhaft, auch bei diesem etwas bedeckten Wetter. Wir genießen es in vollen Zügen. Die Spitze der Landzunge ist jedoch sehr gut besucht und da wir den kleinen Hektiker dabei haben, verzichten wir heute auf einen Besuch weiter vorne. Das heben wir uns für morgen auf.
Wir beobachten noch ein wenig das Kommen und Gehen auf dem Parkplatz und lassen den lieben Gott einen guten Mann sein….



Freitag, 31.12.


Das Wetter sieht ganz vernünftig aus und nach dem Frühstück mit aufgebackenem, echten Baguette warten wir auch nicht zu lange, um nochmal die Runde auf der sagenhafte Landspitze zu drehen. Der kleine Manni wird parat gemacht und dann geht es los.
Wir haben wirklich Glück, es ist noch nicht viel los, das Wetter passt auch und so kommen wir auch bis nach vorne an die Landspitze, der große Run setzt erst nachmittags ein…..
Wir genießen es sehr, hier zu spazieren und Fotos zu machen. Der Wind zerzaust uns die Haare, die Jacken fliegen…Matzis Ohren auch. Herrlich!

  • Gassi Silvester
  • Gassi Silvester
  • Gassi Silvester
  • Statue "Liebe Frau der Schiffbrüchigen"
  • Blick Kueste
  • Aussicht
  • Aussicht


Gegen Mittag sind wir wieder am Wohnmobil und ruhen uns mal kurz aus…dann werden die Roller gesattelt und es geht in die nur ca. 2 km entfernte Biscuiterie ( Keksbäckerei). Dort gibt es auch allerlei bretonischen Tinneff, aber ich widerstehe und kaufe nur ein paar Kekse und Caramel🥰
An der Kasse bringe ich die Chefin zum Grinsen, als ich beim Verräumen der Kekse zu ihr sage: beaucoup des Calories ( viele Kalorien) sie bejaht und wir lachen beide.
Dann flitzen wir mit den Rollern wieder zum Wohnmobil.
Wir hängen ein bisschen in der Rundsitzgruppe rum und starten am späten Nachmittag eine weitere Runde mit dem Matzi und erkunden ein wenig die nähere Umgebung. Der kleine Hafen ist schon 1879 erbaut worden und sieht auch entsprechend aus, aber irgendwie hat ja in Frankreich alles Charme und so gibt er ein tolles Fotomotiv ab.
Dann ist es auch schon bald Zeit, das Teelicht-Raclette aus Rottweil auszuprobieren. Wir sind skeptisch und befürchten, vor dem gefüllten Pfännchen womöglich verhungern zu müssen 😉
Aber wir werden eines Besseren belehrt! Es funktioniert super! Wir sind hin und weg und haben einen der gemütlichsten und schönsten Abende seit langem und das Essen ist entspannt und total lecker. Das schreit nach Wiederholung!


Wir essen fast zwei sehr gemütliche Stunden und drehen dann noch eine winzige Pipi-Runde mit dem Kleinen.
Über YouTube schauen wir die Silvesterpunschfolge mit Ekel Alfred, aber um 23.00 Uhr ist bei mir Schicht im Schacht. Mit fallen die Augen zu und ich schaffe es auch mit absoluter Anstrengung leider nicht mehr, sie aufzuhalten. Daher lege ich mich in den Alkoven und bin auch prompt weg.
Jochen folgt mir kurze Zeit später ( ich hab das nicht mehr mitbekommen) und wir verschlafen den Wechsel ins neue Jahr. Der Crémant schlummert im Kühlschrank und muss dann eben an einem anderen Tag vernichtet werden.



Samstag 01.01.


Prost Neujahr!
Wir haben sehr gut geschlafen und sind fit wie die Turnschuhe…nach dem Frühstück machen wir uns startklar und fahren Richtung Quiberon, jedoch erst nach der Ver - und Entsorge in Plogoff.
Auf der Halbinsel Quiberon ist ganz schön was los…huiuiuiui.
Menschenmassen, Automassen….ohje.
Der Stellplatz ist gut besucht, aber wir bekommen einen netten Platz mit Sicht auf die Brandung.
Es wird sich eingerichtet und dann staunen und beobachten wir erst Mal eine zeitlang das Treiben hier an der Küste. Eine wahre Völkerwanderung. Das ist ja so gaaaar nicht unseres, aber der kleine Matzemann möchte natürlich trotzdem die neue Gegend erkunden, schließlich war er, im Gegensatz zu uns,noch nie hier.
Also starten wir nachmittags zu einer kleinen Erkundungstour. Die Küste ist wirklich wunderschön hier. Aber eine Riesenrunde wird das nicht, es ist uns einfach zu viel los.
Abends wird gegrillt und geguckt. Hoffentlich lichten sich morgen die Reihen!

  • Manni und ich
  • Brandung
  • Entsorge Plogoff
  • Entsorge Plogoff
  • Neujahr3
  • Cote sauvage
  • Sturmvoegel
  • Stellplatz Quiberon
  • Cote sauvage



02.01. Sonntag


Nach dem Frühstück starten wir eine Rollertour. Wir sind zwei Stunden unterwegs. Das funktioniert genau so, wie wir uns das gedacht hatten…entspannt mal ein wenig durch die Gegend rollern und die Umgebung erkunden. Wir fahren fast 35 km. Im Ort entdecken wir einen Fischladen und erstehen eine 1kg Goldbrasse, wild gefangen hier aus dem Atlantik  und ein Filet vom Lengfisch. Der Fischverkäufer fragt, wie wir die Dorade zubereiten möchten. Ich antworte, dass das Fischchen auf den Grill soll. Er erklärt, das wir es vorher noch ausnehmen müssen  😖auf entsprechen Fingerzeig ( wir schlitzen uns mit dem Finger die Bäuche auf und zeigen dann auf ihn). Ich frage ( hoffe ich zumindest) , ob er das für uns machen kann und er lacht und bejaht und nimmt uns den Fisch noch aus. In der Auslage liegt eine lebende Languste, die verzweifelt versucht, sich aus der Kiste zu befreien 😥😥, ich kann gar nicht mehr hinsehen…
Wir  bezahlen und der Fischverkäufer schenkt uns noch 4 Pasteten dazu, wie nett! Wir bedanken uns und wünschen uns gegenseitig ein frohes neues Jahr und verschwinden aus dem Laden. Das Abendessen wäre gesichert.
Dann fahren wir an der Küste entlang zurück zum Wohnmobil.

Nachmittags drehen wir eine große Hunderunde mit der kleinen Dreckschleuder. Es ist wunderbar!! Die Wellen, der Wind, der Geruch……das Herz wird so weit❤️ ❤️….wir lieben es.
Nach fast zwei Stunden finden wir uns wieder im Wohnmobil ein und ruhen uns aus. Der Kleine ist platt.
Abends gibt es noch die wirklich absolut leckere Dorade! Ich mutiere noch zum Fisch-Fan!



Montag, 03.01.


Wir starten kaum das es hell ist mit den Scooter zum Bäcker, um uns mit Baguette einzudecken.

Baguettevorrat


Danach frühstücken wir in Ruhe. Es fängt an zu regnen und wird auch den ganzen Tag nicht wieder aufhören. Wir wollen gerne noch mindestens eine Nacht hier bleiben und deswegen gehe ich mittags mit meiner Visa bewaffnet zum Terminal, um die Verlängerung zu tätigen.
Aber……es geht nicht. Das Terminal ist kaputt und akzeptiert keine Karten mehr. Na toll! Jetzt müssen wir den Platz zügig verlassen, damit wir noch rauskommen in der bereits bezahlten Zeit.
Wir nutzen jetzt den Tag und die „Flucht“ und ich tobe mich in Plouharnel im Super U aus, wo ich unsere Vorräte auffülle.
Dann fahren wir nach Plouharnel auf den Stellplatz. Der liegt eigentlich auch schön, man kann auf die Bucht schauen und hat bei Ebbe eine tolle Sicht auf die Salzwiesen und viel Wasservögel.
Mehr passiert aber auch nicht mehr, kleine Hunderunde, gekocht wird drinnen….es regnet.


04.01. Dienstag


Wir frühstücken und packen dann zusammen, denn wir wollen gerne noch für zwei Nächte nach Quiberon. Hoffentlich funktioniert  das Terminal heut wieder. Erst geht es noch kurz in den Super U, wo ich gestern tolle Konserven mit Spargel entdeckt hatte, die Jochen gerne mal probieren will, ausserdem wollte ich noch ein paar Dosen Bier kaufen und nach einer Käsealternative schauen, da unser Beaufortkäse schon beim Angucken bröckelt. Ich düse also in den Laden und habe alles gekauft bis auf den Spargel. Den hab ich einfach vergessen. Da mir das aber erst ein paar Stunden später auffällt, fahren wir natürlich auch nicht mehr zurück. Ja, ja….das Alter!
Wir fahren also zum Stellplatz in Quiberon und müssen feststellen, dass das Terminal noch immer ohne. Funktion ist. Wir kommen nicht auf den Platz. Das ist sehr ärgerlich. Wir waren jetzt insgesamt 5 mal hier und zweimal ging das Scheissteil nicht. 🤬🤬
Jetzt ist guter Rat teuer….wohin? Wir entscheiden, ein Stück nach Norden nach Tregunc etwas unterhalb von Concarneau zu fahren. Erst schauen wir uns noch den Platz in Gavres an, der uns aber nicht so zusagt. Zwei Stunden später sind wir dann in Tregunc, finden den Platz und parken ein. Es handelt sich um einen einfachen Parkplatz für Wohnmobile komplett ohne Ausstattung. Leider wird der Platz auch von Pkw genutzt, obwohl auf jeder Seite neben dem Womo-Platz extra PKW-Plätze ausgewiesen sind. Naja, nicht zu ändern. Wir können ja aufs Meer sehen und das Gassirevier sieht auch passabel aus. Wir bleiben. Ich beobachte ein bisschen die Straße und den Verkehr. Ein silberner Audi-Kombi fährt am Platz vorbei, sieht uns und macht bald eine Vollbremsung. Der Beifahrer stiert auf das Wohnmobil….dann fahren sie weiter. Wir sind es schon gewohnt, dass nach dem Womo viel geguckt wird, was an den Hubstützen liegt, die werden immer ausgiebigst untersucht und angeguckt. Das kennt man hier nicht so. Jedenfalls war meine Vermutung, dass die Audifahrer das auch ansehen wollten und denk mir nichts weiter dabei.
Wir gehen ein kleine Runde mit dem Hund und als wir wieder am Wohnmobil ankommen und es uns gemütlich machen wollen,  taucht auf einmal der Audi wieder auf. Ich erkenne genau den Beifahrer. Die parken rückwärts ganz dicht neben uns ein( fahren uns fast über die Fußmatte!) und dann so schräg, dass sie mit Vollgas sofort auf der Straße sind. Mir wird das langsam unheimlich. Die Audis bleiben auch im Auto sitzen und starren nur auf unser Womo. Es wird nicht ausgestiegen, telefoniert oder gegessen…nein.nur geguckt. Mir ist das nicht geheuer und auch Jochen findet das seltsam.


Wir hören auf unser Bauchgefühl und flüchten😉
Nur wohin…wir fahren erstmal 3 km weiter zum nächsten Stellplatz, dann beratschlagen wir und fahren als Notlösung nach Guidel-Plage, wo wir vor dem Jahreswechsel bereits gewesen sind. Das sind 50 km und wir haben auch so langsam keine Lust mehr.
Unterwegs entdecken wir eine Waschanlage und Jochen wäscht noch kurz den groben Dreck vom Wohnmobil.
In Guidel  beziehen wir unseren „Stammplatz“ und wollen den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Als es dunkel ist, kommt noch ein PKw und stellt sich gegenüber. Darin zwei Leute, die bis um 2 Uhr nachts Palawer abhalten, Türen auf, Türen zu, Unterhaltung, Licht an, Licht aus, wieder Unterhaltung, wieder Türenschlagen…..mann.
Morgens sind wir ziemlich k.o. und wollen lieber einen Stellplatz mit Schranke, damit wir unsere Ruhe haben. Wir fahren nach dem Frühstück nach Port Louis, aber der Stellplatz ist einfach nichts für uns, unter anderem auch, weil er viel zu eng ist. Wir könnten mit dem Womo nur direkt neben der Entsorgung oder neben dem Flaschencontainer parken. Drum fahren wir doch noch Gavres, wo wir auf den zweiten Blick sogar einen Platz mit Meerblick ergattern.
Nachmittags drehen wir eine schöne Runde mit dem Matzi am Strand entlang. Das ist schön!
Bei Google entdecke ich einen Bio-Bäcker hier im Ort, der nur zweimal in der Woche geöffnet hat, ein Tag ist der Mittwoch. juchuuu ! Um kurz nach 15 Uhr stehe ich als dritte Wartende in der Schlange, natürlich brav mit Maske und Abstand, ich erstehe ein Landbrot, ein kleines Brioche und bei der Bestellung der Plätzchen, versteht der Bäcker zum Glück meine Bestellung richtig und packt mir 200 Gramm der Sorte ein und nicht 200 Stück 🤣Ich hatte nur zweihundert bestellt und einfach das „Gramm“ vergessen…..
Der Tag klingt dann ruhig aus, wir drehen noch  eine Minirunde mit dem Hund und ich bereite das Essen im Omnia zu. Nach dem spannenden Film auf ARD mit Mathias Brand haben wir eine ruhige Nacht mit Meeresrauschen.

Stellplatz Gavres
Stellplatz Gavres
Landbrot
Landbrot
Spaziergang Gavres
Spaziergang Gavres
Sonnenuntergang Gavres
Sonnenuntergang Gavres



06.01. Donnerstag


Ich habe mal flüchtig bei das Wetter geguckt…..das sieht nicht so gut aus. Es soll ziemlich windig werden in den nächsten Tagen in ganz Frankreich. Keine guten Vorboten für die Rückfahrt, die wir eigentlich morgen starten wollten.
Wir fahren dann doch nach einem sehr guten Frühstück mit dem sehr leckeren Landbrot Richtung Heimat. Ich vergiesse ein paar Tränen als die Sonne auf dem Atlantik glitzert und wir fahren müssen.😭😭😭😭


Den ersten Übernachtungsplatz, den ich rausgesucht hatte, möchte Jochen nicht anfahren. Wir haben erst 14.30, die Bahn ist frei, er möchte lieber noch ein bisschen fahren. Was wir dann auch tun. Die nächste Möglichkeit zur Übernachtung habe ich ca. 100 km hinter Paris rausgesucht in Singens sur Marne. Die Fahrt abseits der Autobahn im Dunkeln ist etwas abenteuerlich, plötzlich läuft eine Katze bei einem Kreisverkehr über die Strasse und Jochen geht voll in die Eisen. Der pelzige Glückspilz erreicht unversehrt die andere Strassenseite. *puh* das hätte auch gerade noch gefehlt….
Nach dem Geeiere über die Dörfer treffen wir endlich um 18.00 vor der Schrankenanlage des Stellplatzes ein. Leider gelingt es uns nicht, die Schranke zu öffnen, obwohl wir die Bezahlung am Terminal sogar zweimal vornehmen, passiert nix. Toll. Jetzt müssen wir im Dunkeln weitersuchen. Ein paar Kilometer weiter in Château-Thierry soll es einen Stellplatz geben, wir fahren los, finden ihn aber nicht. Kein Schild, nur eine Baustelle. Die Nerven werden nicht besser….wir halten am Straßenrand und ich schaue schnell nach einer Übernachtungsmöglichkeit. 100 km weiter in La Cheppe beim Camp dˋAttila ist ein ruhiger Platz, dem wir schon vor 12 Jahren mal genutzt haben, da fahren wir noch hin und um 20.00 Uhr erreichen wir nach 10 Stunden Fahrerei und 700+ km endlich die endgültige Parkposition für heute und dürfen uns abschnallen 😉


Der Super-Womohund wird kurz bewegt und gefüttert, wir trinken ein Bier  und das Abendessen kommt heute aus der Dose. Um 22.00 Uhr liegen wir dann in den Federn.



07.01. Freitag


Wir haben gut geschlafen, es war sehr ruhig hier.
Kleine Hunderunde, Schnellkaffee und ein Frühstück,…um 9.00 sind wir wieder auf der Bahn, Ziel Urmitz am Rhein. Da wollen wir noch einen Ruhetag einlegen und Sonntag geht es dann heimwärts….so schnell gehen 4 Wochen um! Wahnsinn

Leider ist in Urmitz schon einiges los und wir entschliessen uns daher, nach Andernach zu fahren.

Dort bekommen wir einen tollen Platz mit Blick auf den Rhein ohne Strom. Leider stellt sich nachmittags dann noch ein Concorde so dicht an uns dran und fährt so weit nach hinten, das wir nur noch auf einer Seite etwas sehen können. Unglaublich----er "musste" so dicht fahren, weil sie Strom brauchen und das Kabel nicht länger ist. Viele Plätze mit Strom waren noch frei....nur eben nicht erste Reihe. Manchmal fällt mir echt nix mehr ein!

Samstag gehen wir in den Fressnapf und besorgen für Matze eine neue Flutsch-Leine ( Ausziehleine), da die alte den Geist aufgegeben hatte.

Abends gibt es nochmals Raclette.

Heimfahrt
Heimfahrt
Andernach
Andernach
Lecker Raclette
Lecker Raclette
Andernach2
Andernach2

Sonntag geht es dann heimwärts :-((